cert warnungen

  • 20. Juli 2026

    Beschreibung

    In WordPress existieren zwei Sicherheitslücken. Eine SQL-Injection-Schwachstelle im Parameter „author__not_in“ von „WP_Query“ betrifft WordPress ab Version 6.8. Ab WordPress 6.9 lässt sich diese laut Advisory in Kombination mit einer Schwachstelle in der REST-API (Batch-Route-Confusion) zur Ausführung von beliebigem Code (Remote Code Execution) ausnutzen. Laut Searchlight Cyber ist diese Angriffskette ohne vorherige Authentifizierung und ohne weitere Voraussetzungen in einer Standardinstallation ohne Plugins nutzbar.

    Auf GitHub sind mittlerweile mehrere öffentlich verfügbare Proof-of-Concept-Exploits für CVE-2026-63030 veröffentlicht worden. Damit ist der Aufwand für eine Ausnutzung deutlich reduziert; CERT.at rechnet mit Angriffen auf ungepatchte Systeme.

    CVE-Nummer(n): CVE-2026-60137, CVE-2026-63030

    CVSS Base Score: N/A (Einstufung im GitHub Security Advisory: CVE-2026-60137 „Moderate“, CVE-2026-63030 „Critical“)

    Auswirkungen

    In Kombination mit der Schwachstelle in der REST-API ist ab WordPress 6.9 die Ausführung von beliebigem Code auf dem betroffenen System, und damit eine vollständige Kompromittierung der Webseite und des darunterliegenden Systems möglich.

    Betroffene Systeme

    CVE-2026-60137 (SQL Injection):

    • WordPress 6.8.0 bis 6.8.5
    • WordPress 6.9.0 bis 6.9.4
    • WordPress 7.0.0 bis 7.0.1

    CVE-2026-63030 (REST-API Batch-Route-Confusion, RCE):

    • WordPress 6.9.0 bis 6.9.4
    • WordPress 7.0.0 bis 7.0.1
    • WordPress 7.1 Beta 1

    WordPress-Versionen vor 6.8 sind nicht betroffen.

    Abhilfe

    WordPress hat korrigierte Versionen veröffentlicht:

    • WordPress 7.0.2 (behebt beide Schwachstellen)
    • WordPress 6.9.5 (behebt beide Schwachstellen)
    • WordPress 6.8.6 (behebt CVE-2026-60137)
    • WordPress 7.1 Beta 2 (behebt beide Schwachstellen)

    CERT.at empfiehlt, die Aktualisierung umgehend einzuspielen. Das WordPress.org-Team hat für betroffene Versionen erzwungene Updates über das Auto-Update-System aktiviert.

    Sofern ein Update nicht unmittelbar möglich ist, nennt Searchlight Cyber folgende temporäre Maßnahmen: Deaktivierung der REST-API für nicht authentifizierte Benutzer:innen, Blockieren des Pfads „/wp-json/batch/v1“ sowie des Query-Parameters „rest_route=/batch/v1“ mittels Web Application Firewall (beide Muster müssen blockiert werden), oder Einsatz eines Plugins, das Batch-Requests an die REST-API nur für authentifizierte Benutzer:innen zulässt. Diese Maßnahmen können den regulären Betrieb der Webseite beeinträchtigen und sind nur als temporäre Notmaßnahme bis zum Update vorgesehen.

    Hinweis

    Generell empfiehlt CERT.at, sämtliche Software aktuell zu halten und dabei insbesondere auf automatische Updates zu setzen. Regelmäßige Neustarts stellen sicher, dass diese auch zeitnah aktiviert werden.


    Informationsquelle(n):

    WordPress 7.0.2 Release (Englisch)
    https://wordpress.org/news/2026/07/wordpress-7-0-2-release/

    Facilitated SQL injection vulnerability in the author__not_in parameter of WP_Query (Englisch)
    https://github.com/WordPress/wordpress-develop/security/advisories/GHSA-fpp7-x2x2-2mjf

    REST API batch-route confusion and SQL injection issue leading to Remote Code Execution (Englisch)
    https://github.com/WordPress/wordpress-develop/security/advisories/GHSA-ff9f-jf42-662q

    wp2shell: Pre Authentication RCE in WordPress Core (Englisch)
    https://wp2shell.com/

    New wp2shell WordPress Core Flaw Lets Unauthenticated Attackers Run Code (Englisch)
    https://thehackernews.com/2026/07/new-wp2shell-wordpress-core-flaw-lets.html

  • 15. Juli 2026

    Beschreibung

    In den SonicWall SMA1000 Series Appliances existieren mehrere Sicherheitslücken. Die schwerwiegendere der beiden Schwachstellen ermöglicht es Angreifer:innen aus der Ferne und ohne Authentifizierung, die Appliance dazu zu bringen, serverseitig Anfragen an eigentlich nicht erreichbare interne Endpunkte zu senden (Server-Side Request Forgery). Laut SonicWall PSIRT werden die in diesem Advisory beschriebenen Schwachstellen bereits aktiv ausgenutzt.

    CVE-Nummer(n): CVE-2026-15409, CVE-2026-15410

    CVSS Base Score: 10.0

    Auswirkungen

    CVE-2026-15409 ist eine Server-Side-Request-Forgery-Schwachstelle (SSRF) im Work-Place-Interface der SMA1000 Appliance. Ein:e entfernte:r, nicht authentifizierte:r Angreifer:in kann die Appliance dazu bringen, serverseitig Anfragen an eigentlich nicht erreichbare interne Endpunkte zu senden. Der Hersteller gibt für diese Schwachstelle einen CVSS Base Score von 10.0 an.

    CVE-2026-15410 ist eine Schwachstelle vom Typ „Improper Control of Generation of Code“ (Code Injection) in der Appliance Management Console (AMC), die es unter bestimmten Voraussetzungen einem:einer entfernten, als Administrator:in authentifizierten Angreifer:in ermöglichen kann, beliebige Betriebssystembefehle auszuführen. Der Hersteller gibt für diese Schwachstelle einen CVSS Base Score von 7.2 an.

    Betroffene Systeme

    Betroffen sind die SMA1000 Modelle 6210, 7210 und 8200v in folgenden Versionen:

    • 12.4.3-03245, 12.4.3-03387 und 12.4.3-03434 (platform-hotfix)
    • 12.5.0-02283, 12.5.0-02624 und 12.5.0-02800 (platform-hotfix)

    Laut Hersteller sind SSL-VPN auf SonicWall-Firewalls sowie die SMA 100 Series Produktlinie nicht von diesen Schwachstellen betroffen.

    Abhilfe

    SonicWall stellt einen platform-hotfix bereit, der die Schwachstellen behebt:

    • 12.4.3-03453 (platform-hotfix) und höher
    • 12.5.0-02835 (platform-hotfix) und höher

    Der aktuelle platform-hotfix steht auf mysonicwall.com zum Download bereit. Ein Workaround steht laut Hersteller nicht zur Verfügung.

    Da eine aktive Ausnutzung beobachtet wurde, empfiehlt SonicWall zusätzlich, das System auf Anzeichen einer Kompromittierung (Indicators of Compromise) zu überprüfen. Dazu zählen unter anderem:

    • Einträge in extraweb_access.log mit Anfragen an /__api__/login oder /__api__/logout mit HTTP-Status 200
    • Einträge in extraweb_access.log mit Anfragen an /wsproxy mit auffälligen Host-Parametern und HTTP-Status 101
    • Einträge in ctrl-service.log mit Hotfix-Rollbacks mit Path-Traversal-Namen
    • Routen für /__api__/login oder /__api__/logout in /var/lib/unit/conf.json (diese URIs existieren in einer legitimen Konfiguration nicht)

    Werden IOCs festgestellt, empfiehlt SonicWall, betroffene Appliances neu aufzusetzen (Hardware: re-image, virtuell: re-deploy), Benutzer:innen- und Administrator:innen-Passwörter zu ändern sowie TOTP-Token zurückzusetzen.

    Hinweis

    Generell empfiehlt CERT.at, sämtliche Software aktuell zu halten und dabei insbesondere auf automatische Updates zu setzen. Regelmäßige Neustarts stellen sicher, dass diese auch zeitnah aktiviert werden.


    Informationsquelle(n):

    SonicWall SMA1000 Series Appliances Affected By Multiple Vulnerabilities (Englisch)
    https://psirt.global.sonicwall.com/vuln-detail/SNWLID-2026-0008

  • 22. Juni 2026

    Beschreibung

    Fortinet hat letzten Freitag, am 19.5.2026, nun auch ein offizielles Statement zu "FortiBleed" veröffentlicht. Wir hatten zuvor in einem Blog-Artikel unseren aktuellen Wissensstand beschrieben. Bei dieser Angriffswelle handelt es sich nicht um die Ausnutzung einer neuen Schwachstelle. Die Angreifer:innen verwenden stattdessen Zugangsdaten, die bei früheren Sicherheitsvorfällen (u. a. im Zusammenhang mit CVE-2025-59718, CVE-2025-59719 und CVE-2026-24858) erlangt wurden, sowie Brute-Force-Methoden gegen Geräte mit schwacher Passworthygiene und ohne Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA).

    Externe Sicherheitsforscher:innen berichten von einer großen Anzahl betroffener Geräte weltweit. Ursache für die hohe Erfolgsquote der Angriffe ist unter anderem, dass Administrator:innen-Passwörter auf FortiGate-Geräten bis zu den FortiOS-Versionen 7.2.11, 7.4.8 und 7.6.1 mit dem schwächeren SHA-256-Verfahren gehasht wurden. Auch nach einem Update auf eine neuere FortiOS-Version bleiben bestehende Passwörter so lange im älteren, leichter zu brechenden Format gespeichert, bis sich die jeweilige Administratorin oder der jeweilige Administrator nach dem Update erneut anmeldet. Erlangte Konfigurationsexporte ermöglichten es den Angreifer:innen, die darin enthaltenen Passwort-Hashes offline mittels Brute-Force-Angriffen zu kompromittieren.

    Auswirkungen

    Angreifer:innen mit gültigen, kompromittierten Zugangsdaten erhalten administrativen Zugriff auf betroffene FortiGate-Geräte. Dies ermöglicht unter anderem das Anlegen zusätzlicher lokaler Administrator:innen-Konten zur Aufrechterhaltung des Zugriffs, das Exportieren der Gerätekonfiguration, das Mitlesen von über das Gerät laufendem VPN- und Authentifizierungsverkehr sowie die Vorbereitung lateraler Bewegung in das interne Netzwerk, etwa in angebundene Active-Directory-Umgebungen. Bei Telekommunikationsanbietern und Managed Service Providern besteht zusätzlich das Risiko, dass über kompromittierte Geräte auch Kundennetzwerke erreicht werden können.

    Betroffene Systeme

    • FortiGate-Geräte mit Administrator:innen-Konten, deren Passwörter nicht seit einem Update auf FortiOS 7.2.11, 7.4.8, 7.6.1 oder neuer durch eine erneute Anmeldung auf das PBKDF2-Hashverfahren umgestellt wurden
    • FortiGate- und weitere Fortinet-Geräte mit aus dem öffentlichen Internet erreichbaren Management Interfaces oder SSL-VPN-Zugang ohne Multi-Faktor-Authentifizierung
    • Fortinet-Geräte, die möglicherweise bereits von früheren Sicherheitsvorfällen betroffen waren (u. a. im Zusammenhang mit CVE-2025-59718, CVE-2025-59719, CVE-2026-24858)

    Abhilfe

    Fortinet empfiehlt Betreiber:innen von FortiGate-Geräten folgende Sofortmaßnahmen:

    • Alle aktiven administrativen und VPN-Sitzungen beenden und sämtliche administrativen und VPN-Passwörter zurücksetzen, insbesondere auf aus dem Internet erreichbaren Systemen
    • Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für alle Administrator:innen- und VPN-Benutzer:innen-Konten aktivieren
    • Update auf eine aktuelle Version von FortiOS 7.4, 7.6 oder 8.0 durchführen. Diese Versionen unterstützen die PBKDF2-Hashfunktion für Administrator:innen-Passwörter
    • Nach dem Update sicherstellen, dass sich alle Administrator:innen mindestens einmal neu anmelden, damit ihre Passwörter auf PBKDF2 umgehasht werden. Erfolgt dies nicht, verbleiben die schwächeren SHA-256-Hashes weiterhin in der Konfiguration. Auf FortiOS 7.2.x und 7.4.x kann zusätzlich die Option login-lockout-upon-weaker-encryption in den Passwortrichtlinien aktiviert werden, um das Verbleiben älterer Hashes zu verhindern
    • Konfiguration auf nicht autorisierte Änderungen überprüfen, idealerweise im Vergleich zu einer bekannt unveränderten Konfiguration. Besonderes Augenmerk gilt unbekannten Benutzer:innen-Konten, etwa mit Namen wie „forticloud“, „fortiuser“, „fortinet-support“ oder „fortinet-tech-support“
    • Logs auf unerwartete administrative Zugriffe von unbekannten IP-Adressen sowie auf ungewöhnliche Aktivitäten in angebundenen Domain-Controller-Logs überprüfen
    • Externe administrative Erreichbarkeit der Geräte einschränken, etwa durch Trusted Hosts, eine Local-In-Policy oder durch vollständige Deaktivierung der administrativen Erreichbarkeit aus dem Internet

    Bestehen Hinweise auf nicht autorisierte Änderungen an der Konfiguration oder andere Kompromittierungsindikatoren, sollte das betroffene Gerät als kompromittiert behandelt werden. In diesem Fall empfiehlt Fortinet eine vollständige Überprüfung gemäß den eigenen Empfehlungen zur Wiederherstellung kompromittierter Geräte sowie eine Überprüfung angebundener Active-Directory-Umgebungen auf Hinweise zu Authentifizierungsversuchen oder neu angelegten Konten.

    Hinweis

    Generell empfiehlt CERT.at, sämtliche Software aktuell zu halten und dabei insbesondere auf automatische Updates zu setzen. Regelmäßige Neustarts stellen sicher, dass diese auch zeitnah aktiviert werden.


    Informationsquelle(n):

    Analysis of Reported Credential Compromise of FortiGate Devices – Fortinet PSIRT Blog (Englisch)
    https://www.fortinet.com/blog/psirt-blogs/analysis-of-reported-credential-compromise-of-fortigate-devices

    An update on FortiBleed – what’s happening with victim orgs – DoublePulsar (Englisch)
    https://doublepulsar.com/an-update-on-fortibleed-whats-happening-with-victim-orgs-c0671a50e7f4

    Technical Tip: Enforcing PBKDF2 as hash function for administrator accounts in FortiOS v7.2.11 and later – Fortinet Community (Englisch)
    https://community.fortinet.com/fortigate-3/technical-tip-enforcing-pbkdf2-as-hash-function-for-administrator-accounts-in-fortios-v7-2-11-and-later-220652

    FG-IR-25-647: Multiple Fortinet Products’ FortiCloud SSO Login Authentication Bypass – Fortinet PSIRT (Englisch)
    https://www.fortiguard.com/psirt/FG-IR-25-647

    FG-IR-26-060: Administrative FortiCloud SSO authentication bypass – Fortinet PSIRT (Englisch)
    https://www.fortiguard.com/psirt/FG-IR-26-060

    CERT.at Blog: Aktueller Stand rund um "FortiBleed"
    https://www.cert.at/de/blog/2026/6/aktueller-stand-rund-um-fortibleed

     

  • 08.06.2026

    Beschreibung

    Checkpoint warnt vor beobachteten Angriffen gegen die Produkte Checkpoint Security Gateway und Checkpoint Spark Firewall. 

    Auswirkungen

    Die zugrunde liegende Sicherheitslücke CVE-2026-50751 erlaubt unbefugten Zugriff auf das VPN.

    Betroffene Systeme

    Folgende Systeme sind von der Sicherheitslücke betroffen, sofern IKEv1 aktiviert ist:

    • Security Gateways:
      • R82.10 Jumbo Hotfix Take 19 or below
      • R82 Jumbo Hotfix Take 103 or below
      • R81.20 Jumbo Hotfix Take 141 or below
      • R81.10 (EOS)
      • R81 (EOS)
      • R80.40 (EOS)
    • Spark Firewalls:
      • R80.20.X (EOS),
      • R81.10.X,
      • R82.00.X 

    Abhilfe

    Checkpoint stellt für die unterschiedlichen Produkte Hotfixes bereit.

    Im Advisory finden sich weiters auch Tipps zur Suche nach bereits erfolten Angriffen sowie mitigierende Maßnahmen.

    Sollten sich in ihren Systemen Hinweise auf eine bereits erfolgte Kompromittierung zeigen bitten wir Sie mit uns Kontakt aufzunehmen.

    Hinweis

    Generell empfiehlt CERT.at, wo möglich die "automatisches Update"-Features von Software zu nutzen, parallel Firewall-Software aktiv und den Virenschutz aktuell zu halten.


    Informationsquelle(n):

    Checkpoint Advisory zu CVE-2026-50571
    Blog Artikel von Checkpoint zu den beobachteten Angriffen

  • 20. Mai 2026

    Beschreibung

    In Drupal Core existiert eine SQL-Injection-Schwachstelle in der Datenbank-Abstraktions-API. Speziell gestaltete Anfragen können zu beliebigen SQL-Injections führen. Die Schwachstelle ist ausschließlich für Drupal-Installationen relevant, die PostgreSQL als Datenbank einsetzen, und kann ohne Authentifizierung durch anonyme Benutzer:innen ausgenutzt werden.

    Zusätzlich zur SQL-Injection enthalten die Drupal-Releases für die unterstützten Versionszweige (11.3, 11.2, 10.6 und 10.5) auch Sicherheitsaktualisierungen für die Abhängigkeiten Symfony und Twig. Diese Abhängigkeits-Updates betreffen unabhängig von der eingesetzten Datenbank alle Drupal-Installationen.

    CVE-Nummer(n): CVE-2026-9082

    CVSS Base Score: N/A

    Auswirkungen

    Angreifer:innen können ohne Authentifizierung speziell gestaltete Anfragen senden und so beliebigen SQL-Code ausführen. Mögliche Folgen sind die Offenlegung von Informationen sowie in bestimmten Konstellationen Privilegieneskalation, Remote Code Execution oder weitere Angriffe.

    Auch wenn die SQL-Injection nur PostgreSQL-Installationen betrifft, sind durch die mitveröffentlichten Updates für Symfony und Twig je nach Konfiguration und eingesetzten Contrib-Modulen alle Drupal-Sites potenziell von weiteren Schwachstellen betroffen.

    Betroffene Systeme

    Drupal Core in folgenden Versionsbereichen:

    • Drupal 11.3.x: Versionen vor 11.3.10
    • Drupal 11.2.x: Versionen vor 11.2.12
    • Drupal 11.1.x und 11.0.x: Versionen vor 11.1.10 (End-of-Life)
    • Drupal 10.6.x: Versionen vor 10.6.9
    • Drupal 10.5.x: Versionen vor 10.5.10
    • Drupal 10.4.x und frühere 10er-Versionen: vor 10.4.10 (End-of-Life)
    • Drupal 9.x: alle Versionen (End-of-Life)
    • Drupal 8.9.x: alle Versionen (End-of-Life)

    Abhilfe

    Drupal stellt für die unterstützten Versionszweige folgende Sicherheitsaktualisierungen bereit:

    • Drupal 11.3.x: Update auf 11.3.10
    • Drupal 11.2.x: Update auf 11.2.12
    • Drupal 10.6.x: Update auf 10.6.9
    • Drupal 10.5.x: Update auf 10.5.10

    Für nicht mehr unterstützte Minor-Branches wurden ausschließlich zur Behebung dieser Schwachstelle gezielte Versionen veröffentlicht:

    • Drupal 11.1.x und 11.0.x: Update auf 11.1.10
    • Drupal 10.4.x und frühere 10er-Versionen: Update auf 10.4.10

    Aufgrund der Schwere der Schwachstelle stellt Drupal zusätzlich manuell anzuwendende Patches für die End-of-Life-Versionen Drupal 9.5 und Drupal 8.9 bereit. CERT.at empfiehlt für diese Versionen mittelfristig eine Migration auf einen unterstützten Versionszweig.

    Sites, die Drupal Steward einsetzen, sind laut Hersteller bereits vor bekannten Angriffsvektoren geschützt; die Aktualisierung sollte dennoch zeitnah erfolgen.

    Da die Aktualisierungen auch Symfony und Twig betreffen, wird empfohlen zu überprüfen, welche Benutzerrollen Twig-Templates aktualisieren können (etwa über Views oder Contrib-Module).

    Hinweis

    Generell empfiehlt CERT.at, sämtliche Software aktuell zu halten und dabei insbesondere auf automatische Updates zu setzen. Regelmäßige Neustarts stellen sicher, dass diese auch zeitnah aktiviert werden.


    Informationsquelle(n)

    Drupal core - Highly critical - SQL injection - SA-CORE-2026-004 (Englisch)
    https://www.drupal.org/sa-core-2026-004

    Upcoming highly critical release on May 20, 2026 - PSA-2026-05-18 (Englisch)
    https://www.drupal.org/psa-2026-05-18

    Vorankündigung: Kritische Sicherheitslücke in Drupal Core - Patch-Verfügbarkeit am 20. Mai 2026 (Deutsch)
    https://www.cert.at/de/aktuelles/2026/5/drupal-critical-preannounce

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